Heute vor 65 Jahren wurde die Höhle Sneschanka entdeckt, die im Bataschka-Gebirge in den Westlichen Rhodopen liegt.
Damals betraten drei Alpinisten des Touristenvereins „Kupena“ aus Peschtera erstmals die Höhle und verbrachten einen ganzen Tag darin – fasziniert von ihrer Schönheit.
Die Höhle wurde vor mehr als 3,5 Millionen Jahren vom Fluss Nowomachlenska geformt. In ihr gefundene Artefakte belegen, dass sie um 600 v. Chr. den antiken Thrakern als Zufluchtsort diente.
Mit einer Länge von 145 Metern zählt Sneschanka zu den kleinsten Höhlen Bulgariens, gilt jedoch als eine der malerischsten. Sie ist reich an Stalaktiten – der größte misst 1,27 Meter –, ebenso an Stalagmiten, Stalaktitensäulen und Sintervorhängen. Besonders bemerkenswert sind die fünf Sinterseen, in denen sogenannte Höhlenperlen zu sehen sind.
Die Höhle dient zudem geschützten Fledermausarten als Winterquartier, darunter dem Großen Mausohren, dem Dreifarbfledermaus, dem Großen und dem Kleinen Hufeisennasen sowie der Südlichen Hufeisennase.
Sneschanka ist in die Liste der 100 nationalen touristischen Objekte Bulgariens aufgenommen. Ihren Namen erhielt sie wegen der Höhlenformationen, die an die Märchenfigur Schneewittchen erinnern.
Redakteurin: Diana Zankowa
Übersetzung: Lyubomir Kolarov